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Frammersbach, 19. 12. 2018

Fahrten

-  Zingst

Reise nach Mecklenburg Vorpommern

Zingst 2003

Freie Wähler Frammersbach unterwegs in Mecklenburg Vorpommern

Sonntagfrüh 28. September 2003. 78 Mitglieder und Freunde der Freien Wähler Frammersbach sammeln sich auf dem Marktplatz um zu einer Reise nach Mecklenburg - Vorpommern aufzubrechen. Wolfgang und Hilmar die beiden Busfahrer vom Reiseunternehmen Sommer haben bereits unsere Freunde aus Steinfeld, Rechtenbach, Neuhütten eingesammelt die zahlreichen Koffer verladen und die Reiseroute abgesteckt. Die Fahrt kann beginnen. Besonders freut die Reisegruppe, dass unser Landrat Herr Armin Grein mit seiner Frau Martha wieder mit von der Party sind. Nach einer kleinen Pause auf einer Autobahnraststätte erreichen wir gegen 13:00 Uhr das kleine Städtchen Ratzeburg, hier werden wir bereits von H. Heinz Knies erwartet. Heinz Knies ist ein gebürtiger Frammersbach der vor langer Zeit aus beruflichem Grund in den hohen Norden umgezogen und dort heimisch geworden ist. Er freut sich sehr den vielen Bekannten aus der alten Heimat das hübsche Städtchen in der Landschaft der Naumburger Seenplatte mit einer kleinen Stadtführung näher zu bringen. Nach zwei kurzweiligen Stunden mit herrlichen Sonnenschein verlassen wir Ratzeburg und starten zu unserer letzten Tagesetappe. Das schmucke Seeheilbad Zingst empfängt uns mit einem farbenprächtigen Sonnenuntergang über der ruhigen Ostsee. Am Montagfrüh bekommen wir das andere Gesicht der Meeres zu sehen. Meterhohe Wellen brechen an der äußeren Landungsstelle der Zingster Seebrücke. Salzige Gischt schäumt hoch. Aufgeregte Möwen kreischen im Wind und grüner Seetang wird an den kilometerlangen weißen Sandstrand gespült. Sturm auf der Ostsee. Welch ein Glück, dass heute keine Schifffahrt auf dem Programm steht, sondern unser Empfang beim Bürgermeister von Zingst Herrn Andreas Kuhn, einem außerordentlich redegewandten und erfolgreichen Rathauschef. In seinem einstündigen Redevortrag und der anschließenden Stadtführung erfahren wir viel über die abwechslungsreiche Geschichte des Seeheilbades Zingst und seiner Umgebung. Zum Beispiel über die hohen Übernachtungszahlen und über die millionenschwere Förderung nach der Wende. Nachdem am Nachmittag keine Wetterberuhigung zu erwarten war erklärte sich Günter Kirsch spontan bereit seinen einstündigen Film über unsere Normandiereise im Kurhaus uraufzuführen. Frau Wollner und Herr Birkholz zwei Zingster Reiseführer erwarten uns bereits am Dienstagmorgen nach dem Frühstück um uns zur großen Rügenrundreise zu begleiten. Bereits auf der Fahrt zu Deutschlands größter Insel werden wir mit vielen Information über die ältere und neuere Geschichte dieser äußerst reizvollen Gegend im Nordosten Deutschlands informiert. Ein kleiner Abstecher in die alte Hansestadt Strahlsund zeigt uns welche beachtlichen Fortschritte der Aufbau Ost in den letzten Jahren genommen hat. Leider ist die Zeit viel zu kurz bemessen um die vielen Sehenswürdigkeiten Rügens an einem Tag zu besuchen. Die kreisrunde, weiße Stadt Putbus - der mondäne Badeort Binz " Die marode KDF Anlage " die internationale Fähr- und Schifferstadt Saßnitz und nicht zuletzt der Nationalpark Jassmund haben bei allen Mitreisenden einen tiefen Eindruck hinterlassen. Der vierte Tag unserer Reise nach Mecklenburg - Vorpommern führte uns bei wärmender Oktobersonne in die herrliche Boddenlandschaft der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Entlang des Saaler Boddens nach Ahrenshoop einer kleinen Künstlerkolonie an der Küste. Eine Wanderung von der hohen Düne zum Grenzweg beeindruckte uns genauso wie der anschließende Besuch der heimeligen Geschäfte und Galerien dieses schmucken Städtchens. Das schöne Spätsommerwetter animierte viele von uns am Nachmittag eine Strandwanderung von Prerow nach Zingst zu unternehmen. Einen Höhepunkt des Tages wenn nicht der ganzen Reise erlebten wir mit dem Einflug der Kraniche zu ihren Schlafplätzen auf die Vogelinsel Kirr. Das unerwartete Auftauchen eines Seeadler Pärchens machte dieses Abenteuer auf der MS Störtebecker zu ein unvergessen Erlebnis. Mangels Interesse an einem Besuch der IGA in Rostock konnten wir am Donnerstag nach dem Frühstück mit allen Teilnehmern zu einer Besichtigungsfahrt nach Bad Doberan starten. Immer an den Gleisen der Schmalspurspan Molli entlang ereichten wir den noblen Badeort Heiligendamm das erste Seebad in Deutschland. Hier kurten bereits im vergangenen Jahrhundert der europäische Hochadel und die Zarenfamilie aus Russland. Eine anschließende Besichtigung des Bad Doberaner Münsters auch "Perle der norddeutschen Backsteingotik" genannt bescherte uns eine Einblick in die hohe Baukunst der hier lebenden Menschen. Der alte Strom in Warnemünde mit einem Besuch der Westmole oder eine Einkehr in einer der zahlreichen Gaststätten dieses schmucken Hafenstädtchens an der Mündung der Warnow sorgte für ein harmonisches Ende eines gelungen Tagestörns. Beeindruckt von den vielen Sehenswürdigkeiten und einer berauschenden Naturlandschaft mussten wir am Freitag den 3.Oktober unsere Heimreise antreten. Die Fahrt ging über Lübeck - Hamburg - Hannover nach Hildesheim. Im Rathauskeller zum Andechser in Hildesheim stärkten wir uns mit einem verspätetem Mittagsessen (Stau) für die restlichen Kilometer in die nun immer näherrückende Heimat. Peter Franz